Aug 24 2010

Malteserwelpe 250,- Euro

Erstellt von um 19:17 inTierschutz

Sie wollen nicht so viel Geld für einen Malteserwelpen ausgeben? Sie wollen es riskieren? Vielleicht haben Sie ja Glück. Andere machen das doch auch! So schlimm wird es schon nicht sein. Was soll schon groß passieren?

250,- Euro ist auch nicht gerade wenig Geld. Für manche Menschen schon sehr viel. 250,- Euro wollen Sie also für Ihr neues Familienmitglied ausgeben, dass Sie ab jetzt für die nächsten 10 oder mehr Jahre treu begleiten soll. Eine gute Waschmaschine “hält” ungefähr genauso lange. Billige Waschmaschinen haben eine kürzere Lebensdauer. So verhält es sich auch mit den Billighunden. Allerdings können diese schon gleich am Anfang “kaputt gehen”. Ein gefälschter Impfausweis beruhigt Sie. Ist doch alles in Ordnung! Nach ein paar Tagen bekommt Ihr Welpe plötzlich heftigen Durchfall. Sie fahren sofort aufgeregt zum Tierarzt. Ihre Tochter oder ihr Sohn weint. Sie schauen den Tierarzt flehend an, dass er dem Welpen doch bitte helfen soll und versuchen Ihr Kind zu beruhigen. Vor zwei Tagen hat der Welpe doch noch mit uns gespielt. Vor zwei Tagen war er noch gesund. Der Tierarzt verabreicht dem kleinen Welpen mehrere Spritzen. Ob die helfen werden, kann er nicht versprechen. Er macht Ihnen nicht viel Hoffnung. Sie müssten morgen wieder in die Klinik kommen. Wenn sich der Zustand weiter verschlechtere, müsse der Welpe zur Beobachtung in der Tierklinik bleiben. Sie fahren mit dem Welpen und Ihrem heulenden Kind nach Hause. In der Nacht schläft niemand. Alle beobachten den Welpen, der sich immer wieder erbricht und blutigen Durchfall hat. Am frühen Morgen fahren Sie völlig übermüdet in die Tierklinik. Der Zustand des Welpen hat sich dramatisch verschlechtert. Der Tierarzt hat gesagt, dass Sie den Welpen nicht mehr mit nach Hause nehmen können. Er hat Fieber und ist vollkommen ausgetrocknet. Sie schauen ihren Partner fassungslos an, ihr Kind weint herzzerreißend. Der Welpe liegt schwach und teilnahmslos auf dem Untersuchungstisch. Sie beschließen nach Hause zu fahren und am nächsten Tag wieder nach Ihrem Welpen zu schauen. Zu Hause ist es unangenehm still. Alle sind wie gelähmt. Niemand ist in der Lage über das Geschehene sprechen zu können. Nachts liegen Sie wach und denken darüber nach, ob es wirklich richtig war, den Typen auf der Autobahnraststätte zu treffen. Ein Anruf bei einer Mobilfunknummer. Der Mann fahre übermorgen in Urlaub. Sie müssten sich deshalb morgen schon treffen. 250,- Euro bar bei Übergabe des Welpen. Er könne sich nur schwer von dem Welpen trennen. Seine Tochter sei ganz traurig. Sie haben Mitleid mit ihm. Das kann kein Hundehändler sein. Am nächsten Morgen klingelt bereits um halb acht das Telefon. Die Tierklinik ist dran. Es tue ihm wirklich sehr leid, aber Ihr kleiner Welpe habe es nicht geschafft. Der Welpe sei nicht geimpft gewesen. Parvovirose, hat er gesagt. Die Rechnung war sofort fällig. 1000,- Euro.

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